»Overtime« – Die Zeit vergeht und wir mit ihr

Die Geschichte von »Overtime« ist einfach und doch genial: Ein Puppenspieler stirbt und seine Kreationen (die eine mehr als flüchtige Ähnlichkeit mit Kermit dem Frosch haben und sicherlich auch als Zitat zu verstehen sind) leben ihn und mit ihm als ob nichts passiert sei. Doch es ist nur eine Frage der Zeit bis sie erkennen, dass etwas mit dem alten Mann passiert ist, dss sie nicht ändern können.

Der Film ist dunkel, lustig, traurig und ergreifend – eine Kombination, die es nur selten zu sehen gibt. Die Regisseure Oury Atlan, Thibaut Berland und Damien Ferrié schufen eine für uns besonders bewegende Animation. Kurzbewegung bildet eine Selektion bewegender Kurzfilme, jeder Film hier ist etwas besonderes, hat Aufmerksamkeit verdient. Doch »Overtime« ist wirklich einer der Besten der Besten. Das gesamte Redaktionsumfeld jedenfalls ist hier der gleichen Meinung eine wunderbare, poetische Perle gefunden zu haben.

Die stimmige musikalische Untermalung »Inconsolable« stammt vom Silberman Orchestra, ergänzt durch kürzere Parts von Ornadel und der Starlight Symphony.

Dauer: 4 min 55 sec
Sprache: Keine Dialoge
Erscheinungsjahr: 2004
Regisseur: Oury Atlan, Thibaut Berlan, Damien Ferrié

Veröffentlicht in Animationen, Kurzfilme am 21. Juli 2011    ||    Schlagworte:                                

2 Kommentare

  1. 21/07/2011BÇ »

    Wundervoll und bewegend.

  2. 22/07/2011Adriana »

    Der Film wird vielfach als Hommage an Jim Henson und an die klassische Puppenfilmanimation verstanden: Die Ära der handgemachten Stop-Motion-Animation neigt sich dem Ende und wird von der neuen, digitalen Computeranimation abgelöst – gleichwohl ihre Geschöpfe (zum Beispiel Kermit der Frosch) in den Herzen der Fans weiterleben.

    Ganz, ganz großes Kino!

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